Die gute Nachbarschaft

14-täglich … Ein Lob an das Entsorgungsunternehmen, welches solch überfüllte Mülltonnen mitnimmt. Alles ist möglich mit einem guten Willen. Im Sommer riecht es zwar etwas, aber was nimmt man nicht hin für eine gute Nachbarschaft.



Man fragt sich doch jedes Mal, wenn ein Auto in einer solchen Weise parkt, ob es von dem/der Fahrzeugführer/-in Absicht ist, ob eine Leseschwäche besteht, oder einfach nur Unverschämtheit mit dem Hintergrund einer schlechten Erziehung vorherrscht. Auf dem Schild steht übrigens: „Ein- und Ausgang Tag und Nacht freihalten“.


Mit der fantastischen Vorstellung, ein Nachbar stelle einen Wohnwagen für mehrere Tage direkt vor die Haustüre eines anderen Nachbarn, ohne nachzufragen derart ab, dass ein Aus-dem-Haus-Heraustreten nicht möglich ist, ohne den Vorgarten zu nutzen. Welche Personenbeschreibung würde hier passen? Freundlich/unfreundlich? Intelligent/dumm? Sozial/assozial? Rücksicht nehmend/rücksichtslos?


Hecken, ein Lieblingsthema von Nachbarn. Man sollte nur mit unermesslichem Vertrauen auf Pflichtbewusstsein mit einem Nachbarn mündlich vereinbaren, dass die Hecke eine Existenzberechtigung hat, wenn diese regelmäßig von ihm beiderseits beschnitten wird. Wie das Ergebnis aussehen kann zeigt obiges Foto. Auf eigener Seite geschnitten und den Überschnitt einfach ins Nachbargrundstück fallen gelassen. Nachdem nach weiteren Jahren und Hoffen auf die Erkenntnis das Eigentum verpflichtet kein Durchkommen mehr war, wie ist der Satz „Bitte die Hecke entfernen!“ zu interpretieren, als unfreundlich oder gar intolerant?



Wenn der gesunde Menschenverstand einem sagt, es ginge nicht mehr kesser, nein, es geht. Vorbeikommen auf dem Bürgersteig ist unmöglich, nicht einmal ohne Kinderwagen. So als Richtlinie an alle diejenigen, deren Intellekt anscheinend nicht ausreicht zu wissen, dass ein Kinderwagen mühelos auf dem Bürgersteig durchfahren können müss.


Da man ja einige Autos hat, vorm Haus kein Platz mehr ist, dann kann man doch auch seinen Wohnwagen vor das Haus des Nachbarn stellen, natürlich ohne zu fragen und verkehrsgefährdend. Allerdings auch über 14 Tage hinaus, ohne dass ein Fahrzeug davor zu finden ist. Wissen viele denn nicht, dass ein Wohnwagen nicht so lange abgestellt werden darf und um 100m umrangieren auch verboten ist? Zumal dies hier ja eine kinderfreundliche Straße ist, muss sie ja auch, denn der Gehweg ist ja nicht mehr benutzbar.


Ach ja, Mülltonnen dürfen ja nur am Tage der Leerung herausgestellt werden, eigentlich. Wenn man aber den Geruch mag, hier regnet es ja zum Glück, es sind keine 30 Grad, ist dies hier die ideale Lösung: einfach ein paar Tage vorher überfüllt an den Wegrand stellen. Die Nager mit den dicken Schwänzen sind ja auch sehr schöne Tierchen, denkt man sich wohl hierbei. Sozusagen der Umwelt zuliebe.


SARS-COVID-19 macht auch vor Nachbarn nicht halt. Man stelle sich in Zeiten der Kontaktvermeidung und Ausgangsbeschränkung vor, der Garten sei ein schöner Ort. An einem Sontag gesellt man sich dort mit Lesestoff, zur Huldigung des Social-Distancing, um Leben zu retten, bis von eines Nachbarns Garten laute Geräusche zu vernehmen sind. Ob Mittagszeit, Feiertage, oder aber auch Sonntage, es gibt Nachbarn, welche diese Zeiten erfolgreich ignorieren. Ob es eine Garage ist, umgebaut zur Auto- oder Motorradwerkstatt, in welcher man für sich selbst als auch andere Autos und Motorräder repariert, oder aber ein Schuppen, jeder Nachbar hat da seine besondere Vorliebe. Es gibt aber auch Nachbarn, welche auf den Hinweis, dass es ein Sonntag, ein Feiertag oder Mittagszeit ist, einhergehend mit der Bitte, den Lärm zu unterbinden, mit unfassbaren Worten reagieren. Ein dröhnendes Motorrad über eine Stunde hinweg hochgeheizt zur optimalen Einstellung in technischer Hinsicht, allderings nicht den Mitmenschen gegenüber, als auch das harsche Geräusch einer Trennscheibe an Metall ist eben nichts für Sonn- und Feiertage, schon gar nicht für unbeteiligte Mitmenschen. Es gibt Nachbarn, die reagieren auf eine solche Bitte unvermittelt mit roher Gewalt, nachdem sie einen beim Joggen aufgelauert haben würden. Daneben gibt es die unterste Kategorie, welche mit Corona drohen, dies zu einer Zeit, in welcher die Polizei überfordert ist und es bereits abertausende Tote gibt. Was geht in einem solchen Menschen vor, welcher auf die Bitte hin, den Lärm am Sonntag zu beenden, den Gegenüber damit bedroht, er hätte gerade erst Corona gehabt und würde ihn anhusten. Welche unterste Schicht würde so etwas tun, was geht in einem solchen doch erwachsenen Menschen vor? Wurde dieser in der Jugend misshandelt? Hatte dieser eine Erziehung ohne Vater oder ohne Mutter? Hat die Ehefrau, Partnerin oder Freundin ihn negativ beeinflusst? Ist es einfach nur Dummheit aufgrund der eigenen bescheidenen Selbstreferenzialität? Was ist da schief gelaufen, denn in einer solch schwierigen Zeit so etwas aus der untersten Schublade herauszukramen, kann in seiner Abartigkeit kaum in Worte gefasst werden. Es bleibt weiterhin zu hoffen, dass es nicht viele Nachbarn gibt, welche sich so verhalten, sodass ein gutes Für- und Beieinander nicht infrage gestellt werden muss. In diesem Sinne sollten alle etwas nachdenken und beachten #stay at home und #social distancing rettet Leben!

Weiteres folgt … und es stellt sich immer wieder die Frage, wie so etwas von Nachbarn im Außenraum dargestellt wird. So wie es sich in Wirklichkeit zugetragen hat, oder oder gar mit einem Meer von Lügen? Man weiß es ja nie … ich halte mich allerdings an die Regeln … daher verfremde ich hier Nummernschilder als auch Hausnummern, zum Glück gibt es ja auch noch die Panoramafreiheit und ein Ordnungsamt, aber wahrscheinlich, wie bei vielen Behörden üblich, ist dieses hoffnungslos unterbesetzt, so hat es bei mir zumindest den Anschein erweckt ….