Die gute Nachbarschaft

Die überfahrene Kelle, das arme Ding

Nachbarn ohne Rückgrad – Es gibt Nachbarn, die freundlich sind und Fehler zugeben, aber auch welche ohne Anstand oder Moralverständnis. Man stelle sich folgenden Fall vor: Wie jeden zweiten Samstag möchte man seine Rinne am Bürgersteig von Unkraut befreien. Der äußerst geringe „Timeslot“ wird penibel abgewartet, an welchem einmal keine Autos des Nachbarn oder dessen Besucher diese Tätigkeit unmöglich werden lassen. Alles wird vorbereitet, Eimer und Unkrautkelle. Kurz hinter dem Hof verschwunden und wieder zugegen, wundert es einen, dass der Eimer über den Bordstein geschleudert wurde und die Kelle plattgefahren in der Rinne liegt, die arme Kelle. Trotz, dass der Wagen des Nachbarn beim Überfahren eindeutig identifiziert würde, leugnen diese die Tat, bis die Tochter äußert „es war nicht absichtlich“. Diese Äußerung kam erst nach mehrmaligem intensiven Nachfragen zustande, nachdem die Tat vorab mehrmals geleugnet wurde. Was soll man dazu sagen? Verlogen, ohne Rückgrad? Moralisch ein Disaster, welch Menschen in unserer Gesellschaft. Um ein Geständnis zu erhaschen, erfolgte ein Hinweis, dass die Beschädigung eines anderen Gegenstandes und das Verleugnen wie Fahrerflucht sei. Man möchte ja das Geständnis, weil man weiß, wer der Täter war. Zudem wird als freundlicher Nachbar selbstverständlich angeboten, eine Ersatzkelle entgegenzunehmen und der Vorfall ist vergessen. Hier scheidet sich wieder die Moral, denn ein solch Angebot hätte vom Verursacher direkt kommen müssen. Doch jetzt folgt eine weitere Unverschämtheit des Vaters der Schuldigen, er ruft die Polizei, um anzuzeigen, dass man seine Tochter der Fahrerflucht bezichtigte. Diese rückt unverzüglich an, hat ja sonst nichts zu tun, und belehrt richtigerweise, dass die überfahrene Kelle nur zivilrechtlich durchgesetzt werden kann. Was soll man dazu sagen? Es wird eine Aussage getätigt, um ein Geständnis zu bekommen, wo vorher gelogen wurde, dies wird dann zum Staatsakt gemacht; ein kläglicher Versuch, die Opferrolle umzudrehen. Die Polizei kann einem da nicht weiterhelfen, und eine Klage einzureichen, damit man eine Ersatzkelle bekommen kann, geht auch nicht, aus verständlich ökonomischen Gründen. Selbst wenn einem von Unbekannten im Garten Bäume abgeschnitten werden, direkt an der Nachbarsgrenze, wobei die daneben liegenden Bäume unberührt bleiben, wird einem nicht geholfen, es müssen Zeugen und Geständnisse her. Dies auch wenn der Schaden sich den 1.000 Euro nähert; so unverschämt viel verlangt eine Gärtnerei für das Entfernen von Wurzeln und dem Einpflanzen zweier Früchte tragender Nutzbäume von 2, 50m Höhe, aber dies ist ein anderes Thema. So manche Versicherung bezahlt ja solch ein Vandalismus, so ist man zumindest „teilgeschützt“. Was nun tun bei solchen Nachbarn? Egal was, man sollte immer das Gesetz wahren, auch wenn es einem nicht hilft und sich der Nachbar vielleicht nicht daran hält. Man sollte sich nie auf dessen Niveau herablassen. Vielleicht kann die Angelegenheit ja auf andere Weise gelöst werden. Es lässt sich immer etwas finden, auf legalem Wege und mit Ehrlichkeit. Kurzum, man muss etwas unternehmen, damit der Nachbar Grenzen gezeigt bekommt, und da die Polizei meist nicht weiterhelfen kann, muss man sich eben selbst helfen, durch andere legale Methoden. Zu guter Letzt taucht dann vielleicht doch noch eine Kelle auf als Wiedergutmachung, wohl einem Umstand geschuldet, dass in nächster Zeit eine laute Gartenveranstaltung bevorsteht und man keine Unterbrechungen möchte, nicht aus Freundlichkeit, nein, aus purem nacktem Egosimus. Vielleicht versucht auch die Frau eines Nachbarn einen noch argumentativ zu bezirzen, es wäre ja nie so gewesen, wie dargestellt es gibt ja viele Methoden der NLP, Argumentationstheorie, Verschönerungen, Umdeutungen und selbstverständlich sind auch die traditonellen Lügen hierbei zu benennen. Im Außenraum fruchten solche Falschaussagen vielleicht, nicht aber bei einer offenen Beweislagege. Ich hoffe diese fiktive Geschichte gibt Denkanreize, wie man der sozialen Unfähigkeit eines Nachbarn mit legalen Methoden doch noch moralische Lichtblicke abverlangen kann.


14-täglich … Ein Lob an das Entsorgungsunternehmen, welches solch überfüllte Mülltonnen mitnimmt. Alles ist möglich mit einem guten Willen. Im Sommer riecht es zwar etwas, aber was nimmt man nicht hin für eine gute Nachbarschaft.


Man fragt sich doch jedes Mal, wenn ein Auto in einer solchen Weise parkt, ob es von dem/der Fahrzeugführer/-in Absicht ist, ob eine Leseschwäche besteht, oder einfach nur Unverschämtheit mit dem Hintergrund einer schlechten Erziehung vorherrscht. Auf dem Schild steht übrigens: „Ein- und Ausgang Tag und Nacht freihalten“.


Mit der fantastischen Vorstellung, ein Nachbar stelle einen Wohnwagen für mehrere Tage direkt vor die Haustüre eines anderen Nachbarn, ohne nachzufragen derart ab, dass ein Aus-dem-Haus-Heraustreten nicht möglich ist, ohne den Vorgarten zu nutzen. Welche Personenbeschreibung würde hier passen? Freundlich/unfreundlich? Intelligent/dumm? Sozial/assozial? Rücksicht nehmend/rücksichtslos?


Hecken, ein Lieblingsthema von Nachbarn. Man sollte nur mit unermesslichem Vertrauen auf Pflichtbewusstsein mit einem Nachbarn mündlich vereinbaren, dass die Hecke eine Existenzberechtigung hat, wenn diese regelmäßig von ihm beiderseits beschnitten wird. Wie das Ergebnis aussehen kann zeigt obiges Foto. Auf eigener Seite geschnitten und den Überschnitt einfach ins Nachbargrundstück fallen gelassen. Nachdem nach weiteren Jahren und Hoffen auf die Erkenntnis das Eigentum verpflichtet kein Durchkommen mehr war, wie ist der Satz „Bitte die Hecke entfernen!“ zu interpretieren, als unfreundlich oder gar intolerant?



Wenn der gesunde Menschenverstand einem sagt, es ginge nicht mehr kesser, nein, es geht. Vorbeikommen auf dem Bürgersteig ist unmöglich, nicht einmal ohne Kinderwagen. So als Richtlinie an alle diejenigen, deren Intellekt anscheinend nicht ausreicht zu wissen, dass ein Kinderwagen mühelos auf dem Bürgersteig durchfahren können müss.


Da man ja einige Autos hat, vorm Haus kein Platz mehr ist, dann kann man doch auch seinen Wohnwagen vor das Haus des Nachbarn stellen, natürlich ohne zu fragen und verkehrsgefährdend. Allerdings auch über 14 Tage hinaus, ohne dass ein Fahrzeug davor zu finden ist. Wissen viele denn nicht, dass ein Wohnwagen nicht so lange abgestellt werden darf und um 100m umrangieren auch verboten ist? Zumal dies hier ja eine kinderfreundliche Straße ist, muss sie ja auch, denn der Gehweg ist ja nicht mehr benutzbar.


Ach ja, Mülltonnen dürfen ja nur am Tage der Leerung herausgestellt werden, eigentlich. Wenn man aber den Geruch mag, hier regnet es ja zum Glück, es sind keine 30 Grad, ist dies hier die ideale Lösung: einfach ein paar Tage vorher überfüllt an den Wegrand stellen. Die Nager mit den dicken Schwänzen sind ja auch sehr schöne Tierchen, denkt man sich wohl hierbei. Sozusagen der Umwelt zuliebe.


Weiteres folgt … und es stellt sich immer wieder die Frage, wie so etwas von Nachbarn im Außenraum dargestellt wird. So wie es sich in Wirklichkeit zugetragen hat, oder oder gar mit einem Meer von Lügen? Man weiß es ja nie … ich halte mich allerdings an die Regeln … daher verfremde ich hier Nummernschilder als auch Hausnummern, zum Glück gibt es ja auch noch die Panoramafreiheit und ein Ordnungsamt, aber wahrscheinlich, wie bei vielen Behörden üblich, ist dieses hoffnungslos unterbesetzt, so hat es bei mir zumindest den Anschein erweckt ….